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Bilder-SEO: Alt-Texte, Dateinamen, Ladezeit

Bilder-SEO umfasst beschreibende Alt-Texte, sprechende Dateinamen, passende Bildgrößen und moderne Formate wie WebP. Google bezeichnet das Alt-Attribut als wichtigstes Merkmal zur Beschreibung eines Bildes. Der Ertrag über die Bildersuche hängt stark vom Geschäftsmodell ab, die Wirkung auf Ladezeit und Barrierefreiheit tritt immer ein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google nennt das Alt-Attribut das wichtigste Merkmal zur Beschreibung eines Bildes.
  • Rein dekorative Bilder bekommen ein leeres alt-Attribut – das ist die richtige Angabe, kein Versäumnis.
  • Das erste sichtbare Bild niemals lazy laden – es ist meist das Element, an dem die Ladezeit gemessen wird.
  • Fehlende width- und height-Angaben sind der häufigste Grund für schlechte CLS-Werte.

Warum Bilder der vernachlässigte Teil sind

Bilder machen bei den meisten Websites den größten Teil des Datenvolumens aus und bekommen die geringste Aufmerksamkeit. Das hat zwei Folgen: Die Seite lädt langsamer als nötig, und ein Kanal bleibt ungenutzt, der bei manchen Geschäftsmodellen erheblichen Verkehr bringt.

Die gute Nachricht: Bilder-SEO besteht aus einer überschaubaren Zahl von Handgriffen, und die meisten davon macht man einmal beim Hochladen.

Der Alt-Text

Google nennt das Alt-Attribut das wichtigste Merkmal, um zusätzliche Informationen zu einem Bild zu liefern. Es hat zwei Aufgaben, die sich nicht widersprechen: Es beschreibt das Bild für Menschen, die es nicht sehen können, und es sagt Suchmaschinen, was darauf zu sehen ist.

SchlechtBesserWarum
(leer)Monteur prüft eine Wärmepumpe im HeizungsraumBeschreibt den Inhalt
bild1Grundriss einer Dreizimmerwohnung mit MaßangabenSagt, was zu sehen ist
Heizung Wärmepumpe Installation Sanitär HammInstallierte Wärmepumpe an einer AußenwandKeine aufgereihten Suchbegriffe
FotoBenjamin Kaim vor einer aufsteigenden WachstumskurveKonkret statt generisch

Google warnt ausdrücklich vor Keyword-Stuffing im Alt-Text. Die Probe: Lies den Alt-Text laut vor, ohne das Bild zu sehen. Wenn daraus hervorgeht, was zu sehen ist, stimmt er.

Eine Ausnahme: Rein dekorative Bilder – Trennlinien, Hintergrundformen, Schmuckelemente – bekommen ein leeres Alt-Attribut (alt=""). Das ist kein Versäumnis, sondern die richtige Angabe: Screenreader überspringen sie dann.

Dateinamen

Googles Empfehlung ist kurz: kurze, aber beschreibende Dateinamen. Also waermepumpe-aussenwand.jpg statt IMG_00234.JPG.

Das kostet beim Hochladen fünf Sekunden und lässt sich später kaum nachholen, weil das Umbenennen die Bild-URL ändert. Wer eine bestehende Mediathek hat, lässt sie in Ruhe und macht es ab jetzt richtig.

Wo das Bild steht

Google empfiehlt, Bilder in der Nähe von passendem Text zu platzieren und auf Seiten, deren Thema zum Bild gehört. Der Zusammenhang wird also aus der Umgebung gelesen, nicht nur aus dem Alt-Text.

Praktisch: Eine Bildergalerie ohne Text drumherum ist für Suchmaschinen schwer einzuordnen. Ein Bild mitten im erklärenden Absatz dagegen ist eindeutig.

Das Format und die Größe

Hier liegt der Teil, der auf die Ladezeit wirkt – und der meist am gröbsten vernachlässigt wird.

FormatWofür
WebPDer Standardfall. Deutlich kleiner als JPEG bei gleicher Qualität
AVIFNoch kleiner, etwas schlechter unterstützt
SVGLogos, Symbole, Diagramme – beliebig skalierbar
PNGNur wenn Transparenz gebraucht wird und SVG nicht geht
JPEGRückfallebene für sehr alte Browser

Drei Regeln, die mehr bringen als jede Formatdiskussion:

  1. Nicht größer hochladen als nötig. Ein 4.000 Pixel breites Foto in einem 800 Pixel breiten Textbereich ist fünfmal so viel Datenvolumen für null Zusatznutzen.
  2. Immer width und height angeben. Sonst springt das Layout beim Nachladen – das ist der häufigste Grund für schlechte CLS-Werte bei den Core Web Vitals.
  3. Verschiedene Größen ausliefern. Über srcset oder das <picture>-Element. Google empfiehlt beides und weist darauf hin, dass immer eine Rückfall-URL im src stehen muss.

Lazy Loading – mit einer Einschränkung

Bilder erst zu laden, wenn sie in den Sichtbereich kommen, spart Ladezeit. Mit loading="lazy" ist das ein Attribut, kein Skript.

Aber nicht beim ersten sichtbaren Bild. Das Hauptbild oben auf der Seite ist bei den meisten Websites genau das Element, an dem die Ladezeit gemessen wird. Wer es verzögert lädt, verschlechtert seinen eigenen Messwert. Die Faustregel: Alles unterhalb des ersten Bildschirms lazy, alles darüber normal.

Wann sich Bilder-SEO wirklich lohnt

GeschäftsmodellErtrag über die Bildersuche
Handwerk mit sichtbaren ArbeitsergebnissenHoch – Vorher-Nachher wird gesucht
Produkte mit ErscheinungsbildHoch
Rezepte, Anleitungen, BauanleitungenHoch
Beratung, Software, B2B-DienstleistungGering

Bei den unteren Zeilen zahlt Bilderarbeit vor allem auf Ladezeit und Barrierefreiheit ein – was Grund genug ist, aber eben ein anderer.

Wer über die Bildersuche tatsächlich gefunden werden will, kann Bilder zusätzlich über eine Bilder-Sitemap melden. Google nennt das besonders sinnvoll für Bilder, die sonst schwer zu entdecken sind, etwa auf einem CDN. Siehe XML-Sitemap.

Die häufigsten Fehler

  • Alt-Texte automatisch aus dem Dateinamen erzeugen lassen. Ergibt img-00231 als Beschreibung.
  • Text in Bilder schreiben. Preislisten, Tabellen oder Öffnungszeiten als Grafik sind für Suchmaschinen und Screenreader unsichtbar.
  • Stockfotos von lächelnden Menschen. Erkennt jeder, und was erkennbar unecht ist, färbt auf den Rest ab. Siehe Landingpages.
  • Die Originaldatei aus der Kamera hochladen. Acht Megabyte für ein Teamfoto.

Fazit

Bilder-SEO besteht aus vier Handgriffen beim Hochladen: sprechender Dateiname, beschreibender Alt-Text, passende Größe, modernes Format. Zusammen zwei Minuten pro Bild.

Der Ertrag ist je nach Geschäftsmodell sehr unterschiedlich – die Wirkung auf Ladezeit und Barrierefreiheit dagegen tritt immer ein. Das allein rechtfertigt den Aufwand, auch wenn über die Bildersuche nie jemand kommt.

Häufige Fragen

Beschreibe, was auf dem Bild zu sehen ist, in einem knappen Satz. Die Probe: Lies ihn laut vor, ohne das Bild zu sehen – wenn daraus hervorgeht, was abgebildet ist, stimmt er. Google warnt ausdrücklich vor aufgereihten Suchbegriffen.

Nein. Trennlinien, Hintergrundformen und Schmuckelemente bekommen ein leeres Alt-Attribut. Screenreader überspringen sie dann, statt eine sinnlose Beschreibung vorzulesen.

WebP als Standardfall – deutlich kleiner als JPEG bei gleicher Qualität. SVG für Logos, Symbole und Diagramme. PNG nur, wenn Transparenz gebraucht wird und SVG nicht geht.

Nein, nicht für das erste sichtbare Bild. Es ist bei den meisten Seiten genau das Element, an dem die Ladezeit gemessen wird – verzögertes Laden verschlechtert den eigenen Messwert. Alles unterhalb des ersten Bildschirms dagegen gern lazy.

Quellen

  1. Google Search Central: Google Images best practices (abgerufen am 23.09.2026)
  2. web.dev: Core Web Vitals (abgerufen am 23.09.2026)

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